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Preise

Was ein Teil kostet.

Was ein gedrucktes Teil kostet, lässt sich von aussen schwer einschätzen, und das soll hier nicht so bleiben. Vier durchgerechnete Beispiele zeigen Ihnen die Grössenordnung, bevor Sie fragen. Weiter unten erkläre ich, woraus sich ein Preis zusammensetzt und welche Hebel Sie selbst in der Hand haben. Melden Sie sich ruhig auch dann, wenn Sie erst ungefähr wissen, was Sie brauchen.

Vier durchgerechnete Beispiele

Vier typische Fälle, vom kleinen Einzelteil bis zum aufwendigen Gehäuse. Suchen Sie sich den heraus, der Ihrem am nächsten kommt: Ihr Teil liegt meistens irgendwo dazwischen. Eine feste Preisliste ist das nicht, den genauen Preis nenne ich Ihnen vor dem Auftrag.

  • Distanzstück, Einzelstück

    Kleines Teil, einfache Form, kein Nacharbeiten. Die günstige Kante.

    Werkstoff
    PLA
    Gewicht
    12 g
    Stückzahl
    1
    Lieferzeit
    2 Arbeitstage
    PreisCHF 35
  • Halterung, Einzelstück

    Einfache Geometrie, keine Nachbearbeitung, Standardwerkstoff.

    Werkstoff
    PETG
    Gewicht
    45 g
    Stückzahl
    1
    Lieferzeit
    3 Arbeitstage
    PreisCHF 68
  • Ersatzteil nach kaputtem Original

    Nichts als das defekte Teil vorhanden. Nachmessen und Konstruieren ist im Preis enthalten.

    Werkstoff
    PETG
    Gewicht
    60 g
    Stückzahl
    1
    Lieferzeit
    6 Arbeitstage
    PreisCHF 145
  • Gehäuse-Prototyp

    Passung zur Platine, Schnapphaken, eingravierte Beschriftung. So sieht es aus, wenn es aufwendig wird.

    Werkstoff
    ASA
    Gewicht
    180 g
    Stückzahl
    1
    Lieferzeit
    5 Arbeitstage
    PreisCHF 240

Beispielwerte zur Einordnung. Was Ihr Teil kostet, sage ich Ihnen vor dem Auftrag. Versand und Verpackung kommen dazu und stehen im Angebot.

Alle Preise verstehen sich in Schweizer Franken. Es wird keine Mehrwertsteuer erhoben und keine ausgewiesen: Printerking ist nicht mehrwertsteuerpflichtig.

Lohnt sich das für mich?

Die wichtigste Antwort zuerst.

Wenn es das Teil fertig gibt, ist Kaufen meist die bessere Wahl

Ein Serienteil aus der Fabrik ist fast immer günstiger als ein gedrucktes. Wenn Sie Ihr Teil im Handel finden, greifen Sie ruhig dort zu. Fragen Sie mich vorher, wenn Sie unsicher sind.

Drucken lohnt sich, wenn es das so nicht gibt

Wenn der Hersteller nicht mehr liefert, wenn nichts genau passt, wenn Sie ein Mass ändern wollen oder wenn Sie ein einziges Stück brauchen: Dann gibt es keine günstigere Alternative, und genau dafür ist das Verfahren gemacht.

Sie haben keine Datei?

Die meisten kommen mit einem Foto oder dem defekten Original, nicht mit einer Zeichnung. Das Nachmessen und Konstruieren ist deshalb kein Zuschlag, sondern Teil der Arbeit und in den Beispielen oben enthalten. Sie ist ohnehin der grösste Posten, und bei sehr aufwendigen Formen, etwa organisch geformten Gehäusen, wird sie zum überwiegenden. Dann sage ich es Ihnen vorher.

Woraus sich der Preis zusammensetzt

Ein Preis pro Gramm sagt so wenig aus wie ein Preis pro Kilo Stahl. Nicht das verbrauchte Kunststoffgewicht bestimmt den Preis, sondern der Aufwand, aus einer Datei ein zuverlässig brauchbares Bauteil zu machen. Sechzig Prozent davon sind menschliche Arbeit.

Gesamtpreis100 %

35 %

Planung & Druckvorbereitung

Der grösste Posten, und der am wenigsten sichtbare. Datei prüfen und reparieren, Bauteil ausrichten, Stützen setzen, Slicer einstellen, Werkstoff und Profil wählen, Drucker einrichten. Auch wenn Sie eine fertige Datei schicken, entsteht diese Facharbeit am Bildschirm. Bei einem Einzelstück trägt sie dieses eine Teil, bei einer Serie fällt sie nur einmal an.

10 %

Werkstoff

Der kleinste Posten, entgegen der Erwartung. Bei PLA und PETG fällt das Filament kaum ins Gewicht. Bei carbonfaserverstärktem Polyamid, Polycarbonat oder technischen Sonderwerkstoffen steigt der Anteil deutlich; der richtige Werkstoff ist der günstigste, der die Anforderung erfüllt.

30 %

Maschinenzeit

Druckdauer, Belegung, Verschleiss, Strom und Wartung. Die Maschine arbeitet zwar allein, steht in dieser Zeit aber keinem anderen Auftrag zur Verfügung. Ein hohes Bauteil dauert länger als ein flaches gleichen Gewichts: Die Zeit hängt an der Geometrie, nicht am Material.

25 %

Nachbearbeitung

Stützen entfernen, säubern, entgraten, Gewinde schneiden, montieren, prüfen. Auch eine Viertelstunde davon wiegt schwer: Eine Minute Handarbeit kostet ein Vielfaches einer Minute Maschinenzeit.

Beispielhafte Verteilung eines typischen Einzelauftrags. Die tatsächlichen Anteile variieren je nach Bauteil, Stückzahl, Material und Bearbeitungsaufwand.

Was den Preis senkt

Vier Hebel, die Sie selbst in der Hand haben. Ich weise von mir aus darauf hin.

  • Wandstärken nur dort erhöhen, wo tatsächlich Last anliegt.
  • Auf Überhänge verzichten, die Stützmaterial und Nacharbeit erzwingen.
  • Mehrere Teile in einem Auftrag, die Vorbereitung fällt dann einmal an.
  • Den günstigsten Werkstoff wählen, der die Anforderung erfüllt, nicht den besten.

Nächster Schritt

Zwei Wege, je nachdem wo Sie stehen.

Sie haben eine Datei

Hochladen, Anforderungen beschreiben, Angebot innert 24 Stunden erhalten. STL, STEP und 3MF ebenso wie native CAD-Dateien, Fotos und PDF.

Sie haben nur eine Idee

Eine Skizze, ein Foto oder das defekte Originalteil genügen. Ich sage Ihnen, ob und wie es sich fertigen lässt, bevor Kosten entstehen.

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